Am 24.August hieß es früh 7.30 Uhr - Treffen an der Seminarschule zur großen Reise nach Dranske auf der Insel Rügen. Nach knapp neun Stunden Fahrt bei Sonnenschein ( wenn Engel reisen ) fanden wir die Unterkunft und marschierten in die jeweiligen Wohnungen.
Die Wohnungen waren super ausgestattet und auch schön groß, so dass nicht nur die Schüler hinein passten, die dort die Woche wohnen sollten, sondern auch noch wesentlich mehr. Also wurde eine der großen Wohnungen zum allgemeinen Treffpunkt auserkoren. Jede Wohneinheit hatte Mikrowelle und eine Küchenzeile mit Geschirr und Besteck. Dieses wurde bei der Abreise sorgfältig gezählt, damit auch keiner aus dem Vogtland einen Löffel mitgehen lässt. Es gab ein Sofa zum Lümmeln, einen Fernseher, eine Essecke, natürlich Dusche und WC.
Am ersten Abend wurde schon einmal die Strandlage getestet und das Ende des Tages genossen.
Dienstagmorgen begann mit dem Frühstück um acht, für die meisten also fast mitten in der Nacht, und dann ging es nach Sassnitz zum Hafen. Frohen Mutes enterten wir das Schiff zur Rundfahrt zum Kreidefelsen und zum Königsstuhl. Nach dem Verlassen des Hafenbeckens spürten aber einige ihren Mut sinken und das Frühstück steigen. So dauerte es nicht sehr lange und manche Mädchen „starben“ leise über ihrer Spucktüte, während manche Jungen laut in die Tüte „brüllten“. Trotz Warnung des Kapitäns versuchten einige von uns die Sitzplätze am Vorderschiff zu nutzen, natürlich sahen sie dann aus wie getauchte Mäuse. So waren die meisten froh, als das Schiff wieder anlegte und sie wieder festen Boden unter den Füßen hatten und die Sonnenbank am Hafen zum Trocknen nutzen konnten. Nach einer kurzen Busfahrt ging es an den Strand zum Baden und Sandburgen bauen, Quallen schmeißen und faulenzen. Zum Schluss fuhren wir nach Putgarten und Kap Arkona zum Wandern.
Am Mittwoch war der zweite Teil der Inselrundfahrt. Wir verließen in Binz den Bus und begaben uns nach einer Stunde Bummel auf der Strandpromenade auf die Wanderung zum Jagdschloss Granitz. Von dort aus marschierten wir zum Bahnhof Graftitz um eine Station mit dem „Rasenden Roland“ bis nach Sellin zu fahren. Vom Bahnhof aus liefen wir zur Seebrücke und zum Strand. Das Laufen hatten die meisten von uns schon nach wenigen Metern satt, aber insgesamt waren es an diesem Tag 6 Kilometer, das waren gefühlten 100. Den Abend verbrachten wir dann auf einem Reiterhof. Man konnte reiten, klettern im Seilgarten, ein Lagerfeuer machen, sich das Gegrillte schmecken lassen, Knüppelkuchen backen oder einfach nur abhängen.
Der Donnerstag begann mit Strand- und Wassergang nahe unserer Unterkunft, dann fuhren wir nach Stralsund. Nach dem Besuch des Ozeaneums ging es in die Stadt. Manch einer nutze das für die Abendverpflegung , andere bestaunten wenigstens von außen das Segelschulschiff, die Gorch Fock. Damit fahren wollten aber keiner.
Freitag hieß es erst einmal Wohnung säubern, aufwaschen, Müll wegbringen, kehren und Koffer packen. Alles wurde wieder in den Bus verstaut und dann ging es Richtung Heimat. Allerdings waren wir nicht allein auf Deutschlands Straßen und so verhalf uns mancher Stau zu einer über zehnstündigen Reise. Schnell schnappten wir unsere Koffer und ab ging es ins verdiente Wochenende, das die meisten von uns erst einmal zum Ausschlafen nutzten.
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