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Auerbach. Im Verbund mit dem Gymnasium Klingenthal sowie dem Internat und Bundesstützpunkt Klingenthal/Mühlleithen darf sich die Seminarschule Auerbach jetzt "Eliteschule des Sports" nennen. Davon kündet seit Donnerstag ein Schild im Foyer der Mittelschule.
Sechs Stunden Sport pro Woche statt der an anderen Schulen üblichen drei Stunden, Sportlehrer mit Trainerlizenzen und flexible Stundenpläne, die den nötigen Raum zum Trainieren lassen - das kennzeichnet die vertiefte sportliche Ausbildung an der Seminarschule.
"Immer noch zu wenig Sport", so sieht es Martin Hermann, der beim VSC Nordische Kombination trainiert. Schulleiter Rainer Lemoine ermahnte den Sechstklässlern allerdings dazu, dass auch die anderen Unterrichtsfächer wichtig sind, wenn man einen ordentlichen Beruf lernen will. Beides, Schule und Sport, in Einklang zu bringen, ist Sinn der sportbetonten Schulen in Sachsen. Sie soll "Bedingungen gewährleisten, damit talentierte Nachwuchssportler sich auf künftige Spitzenleistungen bei voller Wahrung ihrer schulischen Bildungschancen vorbereiten können."
An der Seminarschule lernen insgesamt 367 Mädchen und Jungen, 84 absolvieren eine vertiefte sportliche Ausbildung, davon allein 76 in der 5. und 6. Klasse. Die Mittelschule kann auf deutlich steigende Schülerzahlen verweisen, wobei man sicher von der Tatsache profitiert habe, dass vor vier Jahren die Mittelschule Klingenthal geschlossen wurde und von dort die ersten Wintersportler nach Auerbach kamen, erklärte Lemoine. Mittlerweile gibt es die vertiefte sportliche Ausbildung aber auch in anderen Bereichen, wie Fußball, Judo, Cheerleading, Handball, Volleyball und Leichtathletik. Zu den jeweiligen Vereinen in der Umgebung unterhält die Schule Kooperationsbeziehungen.
Der Stadt Auerbach ist bewusst, dass für die "Eliteschule des Sports" in Zukunft noch einiges zu tun ist, um die Bedingungen zu verbessern. "Die neue große Sporthalle ist quasi rund um die Uhr ausgelastet", weiß Knut Kirsten, Leiter der Schulverwaltung. Ein erster Schritt zur Verbesserung der Bedingungen auch für den Schulsport ist die Sanierung der alten Seminarturnhalle, die über das Konjunkturpaket II angeschoben wurde. Oberbürgermeister Manfred Deckert (parteilos), früher selbst erfolgreicher Wintersportler, freut sich, dass es die Eliteschule des Sports in Auerbach gibt. "Zu meiner Zeit war die Kinder- und Jugendsportschule in Klingenthal zu hundert Prozent auf den Leistungssport ausgerichtet. Mit dem Modell der Eliteschule wird einerseits der Leistungssport gefördert, andererseits wird aber auch für nicht so sportbegeisterte Kinder der Anreiz geschaffen, sich mehr zu bewegen", sagte er am Donnerstag.
Schulleiter Rainer Lemoine betonte aber, dass die sportliche Ausbildung nur ein Bestandteil der Arbeit der Seminarschule ist. Ganztagsangebote auch im künstlerischen Bereich und eine vertiefte Berufsorientierung machen die Schule für Mädchen und Jungen mit vielseitigen Interessen attraktiv. "Alle sind bei uns gut aufgehoben", versichert der Schulleiter.
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