1. Ausgangssituation:
Mit Beginn des Schuljahres 2006/07 wechselten auf Wunsch der Eltern u.a. die Schüler der damaligen Klassenstufe 8 von der Mittelschule „Am Amtsberg“ in Klingenthal an die Seminarschule nach Auerbach. Unter diesen Schülern waren 2 Jungen und 1 Mädchen, die am LLZ Klingenthal leistungsmäßig Wintersport betreiben.
Mit Beginn des Schuljahres 2007/08 kamen weitere Leistungssportler, die im Internat in Mühlleithen wohnen, an unsere Einrichtung.
Zur besseren Verbindung von sportlicher und schulischer Ausbildung wurde mit dem Antrag vom 18.04.2007 die Anerkennung als „sportbetonte Schule“ beantragt. In der Verwaltungsvorschrift des SMK vom 03. Dezember 2007 wird unter „Punkt II. Sportbetonte Schulen“ die Seminar-Mittelschule Auerbach als kooperierende Mittelschule zum Julius-Mosen Gymnasium Oelsnitz / Außenstelle Klingenthal benannt.
Damit wurde die Ausbildung der leistungssportlich trainierenden Schülerinnen und Schüler rechtlich abgesichert und die qualitative Entwicklung im Rahmen der Eliteschule des Sports intensiviert.
2. Zielstellungen
Für eine weitere Verbesserung der sportlichen und schulischen Ausbildung wäre eine Konzentration der sportlich interessierten Schülerinnen und Schüler wünschenswert.
Die zentrale Aufgabe ist natürlich die Optimierung der schulischen Ausbildung der Wintersportler des Landesleistungszentrums Klingenthal / Bundesstützpunkt Nordische Kombination. Des weiteren ist der Kontakt zu regionalen Sportvereinen erforderlich, die eine Jugendarbeit über den Breitensport hinaus betreiben. Demzufolge wurden Kooperationen mit dem Fußballverein VfB Auerbach (Oberliga) und dem Rodewischer Judoverein Ippon (Bundesliga) abgeschlossen. Beide Vereine sichern im Rahmen der Vereinbarungen die Nachwuchsgewinnung und Ausbildung an der Schule in Form von Neigungskursen und Ganztagesangeboten in enger Zusammenarbeit mit der Seminarschule ab. Einzelne Schüler konnten bereits erfolgreich in die Vereine eingebunden werden.
Eine Zusammenfassung der Schüler dieser 3 Sportarten (Wintersport, Judo, Fußball) in Klassenverbänden dient einer Verbesserung der Verbindung von Sport und Schule. Insbesondere für Schüler aus umliegenden Gemeinden ist ein auf die Schule abgestimmter und in der Schule stattfindender Trainingsbetrieb oft die einzige Möglichkeit zur Teilnahme und Entwicklung sportlicher Talente.
Die Entwicklung leistungssportlich interessierter Schülerinnen und Schüler ist neben der allgemeinen sportlichen Ausbildung aller, ein wesentlicher Bestandteil der zukünftigen Arbeit.
Zukünftige international erfolgreiche Sportler sollen ihre Schullaufbahn in der Seminarschule Auerbach absolviert haben.
4. Umsetzung im Schuljahr 2008/09
Klasse 5a:
Konzentration der „Schwerpunktsportarten“ und der leistungssportlich orientierten Ausbildung.
Sportarten Wintersport, Fußball, Judo
Sportstunden: 2 + 4 Wochenstunden (Stundentafel für vertiefte sportliche Ausbildung)
Der Inhalt der sportartbezogenen Ausbildung erfolgt für den Wintersport nach Absprache mit den Trainern am Landesleistungszentrum.
Für Judo und Fußball gelten nach Rücksprache mit den kooperierenden Vereinen die erarbeiteten Schwerpunkte.
Klasse 5b:
Alle weiteren sportlich interessierten Schüler werden in dieser Klasse zusammengefasst und der Klassenverband mit anderen Schülern vervollständigt.
Sportarten: Leichtathletik, Handball, allgemeiner Sport
Sportstunden: 4 Wochenstunden (lt. Stundentafel) und zusätzlich 2 Stunden im Rahmen des Ganztagesangebotes
4. Ausblick
In den nächsten Jahren soll diese sportliche und vertiefte sportliche Ausbildung kontinuierlich fortgeführt werden. Die materiellen und sächlichen Voraussetzungen für die Ausbildung in der Schule sind vorhanden bzw. werden durch den Schulträger realisiert.