
Rechtzeitig zum Schuljahresbeginn 2000/2001 steht den Schülerinnen und Schülern unserer Stadt eine der modernsten 3-zügigen Mittelschulen des Freistaates Sachsen zur Verfügung. Ein altes Sprichwort lehrt:
„Geld in Schulen angelegt, ist Geld, das die besten Zinsen trägt.“
Das dachten sicherlich schon die Auerbacher Stadtväter vor vielen Jahren. Noch heute prägen unser Stadtbild viele Schulbauten aus dem 19. bzw. dem 20. Jahrhundert. Wir sind glücklich, dass diese historischen Gebäude immer noch der Bildung dienen. So sind
die 1891 gebaute Auerbacher Landwirtschaftsschule – die zweitälteste Bildungseinrichtung dieser Art in Deutschland – heute eine Förderschule für Lernbehinderte,
die 1896 bis 1898 gebaute Zentralschule – heute unser Goethe-Gymnasium,
die 1909 errichtete Handelsschule – heute eine Grundschule und
die 1912 eröffnete Realschule – heute eine Mittelschule.
Eine weitere Bildungseinrichtung unserer Stadt ist das von 1876 bis 1878 errichtete Königliche Lehrerseminar, ein stattliches Schulgebäude mit einer vielseitigen Geschichte. Nachdem das Lehrerbildungsinstitut Anfang der 90er Jahre schrittweise in die Pädagogische Hochschule Zwickau eingegliedert wurde, erwarb die Stadt Auerbach das fast zwei Jahre leer stehende Gebäude vom Freistaat. Trotz sinkender Schülerzahlen in den nächsten Jahren durch Geburtenrückgang war es richtig, in den Aus- und Umbau dieses historischen und denkmalgeschützten Gebäudes Geist und Geld zu investieren. Mit der diesjährigen Eröffnung dieser Mittelschule sind nun in unserer Stadt optimale Voraussetzungen für den Schulbetrieb vorhanden. Möge es den Lehrkräften gelingen, die ihnen anvertrauten jungen Menschen gut auf ihren künftigen Lebensweg vorzubereiten, nicht nur durch die Vermittlung von Wissen und Können nach Lehrplan, sondern auch durch die Bildung von Herz und Charakter. In diesem Sinne wünsche ich der Schule und allen, die mit ihr verbunden sind, eine glückliche Zukunft.
Auerbach, im Mai 2000
Johannes Graupner
-Oberbürgermeister-